Aussee Sprinttriathlon: Eiertanz und geistige Umnachtung!

Der erste Wettkampf nach Kärnten sollte einfach Spaß machen und als Zwischenstopp nach Podersdorf zur LD am nächsten Wochenende dienen. Genauso ging ich den Wettkampf über 750m/20km/5,1km auch geistig an. „Just for Fun“ war mein Motto, dass mir vor und während des Rennens noch einige Kopfzerbrechen bereiten sollte! 

Ca 2 ½ h vor Wettkampfbeginn war ich bereits am WK Gelände, weil man will sich ja nicht zu sehr stressen. Bei der Startnummernausgabe stellte ich mich dann schon mal am falschen „Schalter“ an. Hobby statt Sprint. Naja, kann passieren. Dass es allerdings so weiter gehen sollte war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst. Die nächste geistige Abwesenheit stelle sich beim Rad Check-In ein: Ohne Helm kein einchecken! Also retour wieder zum Auto und Helm holen. Zweiter Versuch verlief dann ohne Probleme.   Vor lauter Tratschen übersah ich dann auch beinahe die Startzeit und so war mit einschwimmen schon mal nix mehr. Wobei: Einschwimmen ist doch eh nur was für Weicheier und Streber! 😉

Schwimmen:  

Nach einigen Prügeln zu Beginn verliefen die 750m größtenteils ohne Probleme. Erst auf den letzten 50m kam mir die Idee, dass ich doch eigentlich die Beine auch verwenden könnte um Tempo zumachen … Nach 11:40 hatte ich dann die erste Disziplin hinter mich gebracht. Während des Wechselns (verdammt, warum hat der Neo zwei Beine …) überholte mich Bernhard L., ein alter Bekannter vom Trainingslager.  Hatte ich fast auch erwartet.

  

Rad:

Kurz nach ihm verließ ich die Wechselzone und dabei lieferte ich mir das nächste Highlight: Ich sprang (vor lauter Freude, dass es nun aufs Rad geht) beinahe noch in der Wechselzone aufs Rad. Ein schriller Pfiff des Wettkampfrichters ließ mich aber kurzfristig aufwachen. Also noch einige Meter schieben und dann rauf aufs Rad. 

Mit einigen Metern Abstand zu Bernhard fuhr ich bis zum ersten Berg. Dazwischen verlor ich noch meinen Riegel (den einzigen!), als ich kurz vorm Abbeißen einen Kanaldeckel übersah und sich der Riegel selbstständig machte und wenig später löste sich auch noch mein Startnummerngurt und verabschiedete sich ebenfalls. Diesen brachte mir aber ein freundlicher Marshall in der zweiten Radrunde wieder. 

Am ersten Berg verlor ich jedoch den Anschluss an Bernhard (Berg kam mir eindeutig zu früh, hatte meinen Rhythmus noch nicht gefunden und war noch nicht ordentlich warm) und von da an ging es dann ohne „Magneten“ weiter.  Ohne weitere Zwischenfälle kam ich nach rund 34 Minuten (die 38igste Radzeit von 210 Teilnehmern!) wieder in die Wechselzone. Rad abstellen, Laufschuhe an und los ging’s. Dem einen oder anderen mag sich da vielleicht die Frage auftun: Und was ist mit dem Helm? Tja, beim Ausgang der WZ war ein Marshall so nett mich zu fragen, ob ich denn mit dem (Aero-)Helm laufen wolle. Also wieder retour, Helm ab und Laufkappe auf.

Lauf:

Jetzt lagen noch die letzten 5100m vor mir. Obwohl ich versuchte es nicht zu schnell angehen zulassen, kam mein Puls nicht unter 180. WTF??? Also, Augen zu und durch. Rund 20min später und mit einem Pulsschnitt von 185 (beim Laufen) kam ich als 54. nach gesamt 1h09min00sec sehr zufrieden ins Ziel. 

Überrascht war ich, dass ich beim Laufen das Tempo bis zum Schluss hoch halten und durchziehen konnte, schließlich war ich ja auch beim Radfahren weit im DUNKELBLAUEN bzw. ROTEN Bereich unterwegs und somit das ganze Rennen eigentlich ein EIERTANZ von Anfang bis zum Ende.

Fazit: 54. von 210 Teilnehmer bzw. 13 von 36 in der Eliteklasse 1 und nur 37 die beim Radfahren schneller waren, kann sich endlich mal sehen lassen. Falls mich in Podersdorf meine geistige Umnachtung nicht wieder einholt, schaut’s ganz gut aus …

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