Konzertmusikbewertung Waidhofen/Ybbs

Gestern stand die Konzertmusikbewertung im neuen Plenkersaal in Waidhofen/Ybbs am Programm. Die TMK-Sonntagberg trat heuer mit den Stücken „Carpe Diem“ und „Tango Rubin“ in der Stufe B an.

Eigentlich lief es ganz gut, doch die Bewerter waren anderer Meinung. Zu brav nach den Noten haben wir gespielt. Wir hätten „legerer“ spielen sollen und uns nicht so an den Noten (Artikulation, Phrasierung) orientieren sollen. Mehr auf unser Gefühl als auf die Noten vertrauen. Deshalb nur 89,08 von 100 Punkten.

Diese Aussagen im Bewertungsgespräch stimmen nachdenklich. Woran soll man sich in Zukunft orientieren? Offensichtlich nicht an den Noten! Egal was sich der Komponist/Arrangeur eines Stück gedacht hat, wenn er etwas so und jenes so geschrieben hat. Alles egal, es zählt nicht (oder nur als Anregung, wie man es auch spielen kann, falls einem nichts anderes einfällt) 

Vielleicht sollte man aber auch zum „Sie wünschen, wir spielen“ zurückkehren. Vor der Bewertung mit den Bewertern sprechen, wie sie es denn nun gerne hätten 🙂

Leider kann man aus der Bewertung und dem anschließenden Gespräch nicht wirklich etwas mitnehmen wo man ansetzen kann um sich zu verbessern. Ausgenommen Klangausgleich. Dieser Punkt wird allerdings bei 90% der Amateurkapellen kritisiert. (Amateurkapelle = Kapelle wo nicht 1/4 oder mehr Musikschullehrer und/oder Personen mit abgeschlossenem Instrumentenstudium.)

Insteressant auch immer wieder, welche Instrumente bei der Bewertung plötzlich zu einer BLASMUSIKKAPELLE gehören. Dabei spreche ich jetzt NICHT vom SCHLAGZEUG 😉

Alles in allem bleibt nach dieser Bewertung die Enttäuschung und die Frage was man besser machen kann/muss.

Fotos gibt es hier!

Ein Gedanke zu „Konzertmusikbewertung Waidhofen/Ybbs

  • 2011/12/12 um 10:48
    Permalink

    hallo christian, uns ging es ähnlich. Gleiches Argument. Nicht so ernst nehmen, lockerer spielen ;( Diese Aussage sagt leider gar nichts aus, bzw. hilft nicht bei der wöchentlichen Probe und der Vorbereitung auf so eine Bewertung. Bei uns waren uns nur 87,… Punkte. Das motiviert insovern nicht, als auch absolut keine konstruktive Kritik in den Unterlagen steht oder bei der Bewertung mitgegeben wird. Aussage „Hätten wir mehr gelacht und Stimmung gemacht, hätten wir 100 Punkte, weil spielerisch war es eh toll“ – und das soll man ernst nehmen – kann wohl nicht sein. Unser 3. Horn wurde in der Partitur kritisiert – toll, wir haben nämlich nur eins 😉 – naja, was solls. Lustig ist, dass man sich regelmäßig ein mal im Jahr mit Kollegen trifft. Sonst ist das für mich wirklich nichtssagend geworden, leider. Liebe Grüße Sabine

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