IM HAWAII im ORF

… Well done CDR!

Es galt ja mittlerweile fast als fix, dass der ORF heuer (erstmals seit Jahren) nicht mit einem eigenen Team auf HAWAII, bei den FORD IRONMAN WORLDCHAMPIONCHIPS, dabei sein wird. Zu geringe Einschaltquoten, keine (zu wenige) Sponsoren etc. wurden als Gründe angeführt. Als Triathlet musste man sich schon fast damit abfinden heuer „nur“ den Livestream im Internet unter www.ironmanlive.com sehen zu können, bzw. den LIVE Einstieg der ARD ab ca 01:00 und keine Hintergrundinfos mehr über die österreichischen Starter und deren Rennverlauf zu bekommen.

Doch zum Glück (und Gott sei Dank) gibt es mit Christopher D. Ryan (CDR) einen sehr engagierten Kämpfer für diese eher (noch) Randsportart. In einem wahren Überzeugungsmarathon schaffte er es schließlich doch und der ORF ist auch heuer wieder mit dabei. DANKE CDR für deinen Einsatz!

SO 14.10., 18.00 Uhr, ORF1: Sport am Sonntag
SO 14.10., 19.55 Uhr, ORF2: Sport Aktuell
SO 21.10., 14.00 Uhr, ORF1: Highlights (45 Minuten)
SO 02.12., 20.15 Uhr, ORF Sport Plus: Highlights (2 1/2 Stunden)

Wobei, kann man Triathlon wirklich noch als Randsportart bezeichnen? Mittlerweile wird es auch schwierig bei den kleinen Triathlons mit „nur“ rund 400 Startern kurzfristig einen Startplatz zu bekommen. Auch bei diesen muss man sich mittlerweile mind. ein-zwei Monate vorher Anmelden um noch starten zu können. Viele Fußballvereine würden sich wünschen soviel Zuschauer bei einem Heimspiel zuhaben!  Von einem IRONMAN red ich da noch gar nicht. 2500 Teilnehmer die sich für den KÄRNTEN IRONMAN AUSTRIA bereits ein Jahr im Vorhinein (19h von Eröffnung er Anmeldung bis zum Ausverkauf) angemeldet haben und zighunderte, die auf der Warteliste stehen um eventuell doch noch mitmachen zu dürfen. Randsportart? Ich weiß nicht so recht!

1 ¼ l Sturm = 33:02 min!

Was haben 1 ¼ l Sturm mit 33:02 min zutun? Nun, auf den ersten Blick nicht sehr viel. Allerdings, wenn man am Abend vor einem 7,4km Laufwettkampf eben diese Menge Sturm trinkt, darf man sich nicht wundern, wenn es am nächsten Tag nicht soooo läuft. Zugegeben, die Entscheidung beim MARKTLAUF in EURATSFELD zu starten fiel erst heute um kurz nach 13 Uhr (Start 15:30) und das, obwohl ich meinen Kopf noch aus einem halben Meter Entfernung kratzen hätte können. Bist du g‘scheid, ich hatte ein ordentliches Brummen im Schädel, obwohl ich nicht sagen würde, dass ich betrunken gewesen wäre (im Gegenteil, hab eigentlich nichts gespürt). Während dem Laufen hatte ich allerdings eh andere Schmerzen daher gingen diese etwas unter.

Vier Runden à 1.850m galt es zu absolvieren, wobei in jeder Runde einige hundert Meter bergauf gelaufen werden musste. Die erste Runde ging ja auch noch halbwegs gut, obwohl mir beim Bergaufteil einige davon liefen, mit denen ich bis dorthin locker mitlaufen konnte (sollte sich in jeder Runde wiederholen). Die zweite war dann schon etwas schwerer, der dritte dann nur mehr Kampf pur, die vierte ging wieder etwas besser und so konnte ich auf den letzten 400 Metern auch noch das Tempo erhöhen und auf den letzten 100m einen Sprint anziehen. Einige Meter vor dem Ziel merkte ich allerdings, dass es eventuell nicht so die beste Entscheidung war, denn ein Ziehen im rechten hinteren Oberschenkel machte sich bemerkbar.

Alles in allem muss ich mit der Zeit zufrieden sein (Puls immer zwischen 180 und 185). Ohne Sturm am Vorabend wäre vielleicht eine etwas schnellere Zeit herausgekommen. Aber „hät i, wär i“ hat schon bei Gerhard Berger nicht funktioniert und zählt nun mal auch hier net 😉

Fazit: Das herrliche Wetter trug zum positiven Gesamteindruck bei, den auch der Sturm nicht trüben konnte

Aus 26 wird 1,5!

… oder: warum ich knapp nicht MONDI Zeitfahrmeister wurde!

Gestern fand im Rahmen des Zeitfahrens des RC Urltal in Mauer auch die MONDI interne Zeitfahrmeisterschaft statt. Mein Ziel war es, denn Rückstand gegenüber dem Vorjahr auf Oberleitner Gerhard zu verringern bzw. eventuell sogar schneller zu sein.

EZF Mauer 2007Der Start war für 14 Uhr angesetzt. Als ich jedoch um kurz nach 12 Uhr aufbrach und mit dem Rad nach Mauer unterwegs war begann es zu regnen. Super, Regen bei einem Zeitfahren. Noch dazu bei diesen Kurven, wie sie zb in Aschbach vorkommen. Nach dem Abholen der Startnummer und einem kurzen Tratscherl mit Bernhard Losbichler begaben wir uns gemeinsam auf ein gemütliches abfahren des Kurses. Schon beim ersten Berg musste ich jedoch feststellen, dass er gegenüber dem Trainingslager einiges an Oberschenkel- und Wadenmuskulatur zugelegt hatte und ich nicht hoffen brauchte nur annähernd so schnell zu sein wie er. Bist du gscheit, der hat Muskeln auf den Beinen. Respekt!  Die kritischste Stelle, die Unterführung in Aschbach, war zu diesem Zeitpunkt noch ordentlich nass und müsste, wenn es so bleiben würde, im Rennen mit Hirn gefahren werden. Wäre ich mit Bernhard diese „gemütliche“ Runde zu ende gefahren, hätt ich nicht mehr Starten brauchen 😉 . Also ließ ich ihn fahren und fuhr alleine weiter.

Punkt 14 Uhr ging es los. Mit Nummer 1 ging Bernhard Keller ins Rennen. Eine Minute hinter ihm Oberleitner Gerhard. Meine Ziel zeit quasi. Als ich mit Nummer 20 an den Start ging, war das Wetter besser geworden. Sogar die Sonne kam zwischen den Wolken etwas hervor. Also runter vom Starthaus und Vollgas! Das schwierige war, dass man sich auf dem ersten Teil (hügelig und Gegenwind) nicht verbrannte und noch genügend Kraft für den Berg in Aschbach und die anschließende Speed Passage hatte. Also hielt ich mich etwas zurück (Puls nicht über 170) und behielt mir einige Körner für den zweiten Teil auf.  Die Unterführung in Aschbach war mittlerweile aufgetrocknet und so konnte man ordentlich rein brettern. Am Berg danach überholte ich den um eine Minute vor mir gestarteten Teilnehmer und drückte ab da ordentlich drauf. Jetzt ging es nur mehr darum, den Druck bis ins Ziel halten zu können. Puls war mittlerweile jenseits von Gut und Böse, sprich über 180. Aber egal, es waren ja nur mehr rund 5KM. Beim vorletzten Kreisverkehr hätte noch fast den Asphalt geküsst, konnte aber den Sturz gerade noch verhindern und so kam ich nach 16min43sec total fertig ins Ziel. Mehr wäre nicht mehr gegangen.

Ein erster Blick auf die Ergebnistafel zeigte mir, dass ich Gerhard um 1,5sec verpasst und somit nur ein Teilziel erreicht hatte. ;-(

Ein zweiter zeigte mir allerdings, dass Gerhard gegenüber letztem Jahr rund 18sec verloren hatte, während ich um 8 sec schneller war, bei weit schlechteren Bedingungen gegenüber letztem Jahr.

Der dritte war dann einer fürs Ego, mit dem ich nicht rechnen konnte und der auch unter „normalen“ Umständen sicher nicht so eingetreten wäre: 3,5 sec schneller als Bernhard Keller, der ja unter anderem 2006 IRONMAN Vize Weltmeister in seiner Agegroup wurde.

Die 1,5sec schmerzten nur Kurzfristig, denn ich weiß, wo ich die Zeit verloren habe und dass ich diesen Fehler nächstes Mal nicht mehr machen werde.

Achja, das Ergebnis: Gesamt 13. von 64 Startern. In meiner AK 3.EZF Mauer 2007

Zipp 1080er auf EUROBIKE 2007

Auf der EUROBIKE wurden, unter anderem, die neuen ZIPP 1080 Laufräder präsentiert. Mit einer Höhe von 108 Millimeter sind diese noch mal um 20mm höher als das bisherige Topmodell, die 808er. Lt. ZIPP Homepage sollen diese 29sec schneller sein als Tri Spokes auf 40km. 

Bei Seitenwind (a la Podersdorf oder auch in Hawaii) stell ich mir das allerdings lustig vor 😉 

Achtung, GeisterRADfahrer unterwegs 😉 

Ausschauen würden’s ja geil, aber der Preis ist eine andere Geschichte. Der wird sich sicherlich noch um einige Hunderter über den der 808er bewegen. Und die sind schon nicht gerade ein Schnäppchen … 

Hier ein Foto: Zipp1080

Falls sich ein SPONSOR findet nehm ich sie natürlich gerne 😉

Vom Winde verweht anno 2007!

In den Hauptrollen: Blasius und Zipp 808

Schauplatz: Podersdorf und Umgebung. 

Die LD in Podersdorf war für mich definitiv keine Reise wert. Schon die erste Disziplin war alles andere als schwimmen. Schwimmen will/kann ich es nicht nenne, denn sonst könnte man es mit dem in Kärnten beim IRONMAN vergleichen. Beim Radfahren wurde ich danach vom Winde verweht. Doch der Reihe nach: 

Start war um 07:30 beim Leuchtturm in Podersdorf. Angegeben war die Wassertiefe mit 80cm. Die Frage war nur: wo wurde gemessen? Fakt war, dass Wasser man an den meisten Stellen nur KNIEtief. Vereinzelte Stellen sowie Seegang ausgenommen. Aufgrund dieser geringen Wassertiefe war das Schwimmen kein Schwimmen sondern eher AQUAJOGGING über 3.8 (PODERSDORFER!) Kilometer. Wenn man mal schwimmen wollte, fasste man mit der Hand entweder in den Schlamm am Boden, oder man schwamm auf einen aquajogger auf. Dass dieses AQUAJOGGING allerdings einiges an Kraft kostet sollte klar sein. Wie dem auch sei, kam ich nach 1h und einigen Sekunden aus dem Wasser (die letzten, sagen wir mal, 100m schon joggend mit geöffnetem Neo)  und wechselte in etwas mehr als 3min auf das Rad. Wie sich später herausstellen sollte benötigte ich für den Wechsel ca. 40sec zulange.

Beim Radfahren galt es eine 45 (PODERSDORFER!)km Runde vier mal zu bewältigen, wobei nach ca 4km eine 2km lange Wendepunktstrecke eingebaut war, bei der es galt eine Mülltonne zu um kurven (auf einer Straßenbreite von max. 3m!). Ca 300m bevor ich zur Mülltonne kam, kam mir bereits ein ziemlich großes „Packerl“ (radfahrerisch für Gruppe) entgegen, bei dem definitiv Rad an Rad gefahren wurde und nicht mit 10m Abstand. Okay, waren ja erst wenige Kilometer gefahren, kann ja vorkommen.  Nach der Mülltonne der erste Vorgeschmack auf das, was kommen sollte: BLASIUS voll von vorne (= GEGENWIND!). Nach den 2km zurück rollte es eigentlich ganz schön, da der Wind von der anderen Seite kam (Rückenwind) für die nächsten ca. 15km. Danach kam er für rund 7km von der Seite und dann die restlichen  13km erneut voll von vorne. Die erste Runde hatte ich in rund 1h11min hinter mich gebracht und auch die zweite klappte mit 1h13min noch recht gut. Doch in der dritten wurde der Wind immer stärker und bei Seitenwind hatte ich echt Mühe mein Rad auf meiner Straßenseite zuhalten (aufgrund der hohen Laufräder ZIPP 808). Was in der zweiten Runde bereits anstrengend war, wurde jetzt noch schwerer und ich merkte mit jedem Meter, wie die Kraft weniger wurde und die Beine leer und schwerfällig. Als ich dann die 13km rauf nach Podersdorf teilweise nicht mal mehr an die 30 herankam war klar, dass ich eine vierte Runde nicht mehr schaffen würde (bzw nicht in einer halbwegs normalen Zeit und mit einem normalen Kraftaufwand, der ein Laufen auch noch zulässt). So war nach Ende der dritten Radrunde Podersdorf für mich gelaufen. Die Zeit der dritten Runde? 1h18min.  

Andere hatten mehr Glück: Wie schon erwähnt kam mir auf der Wendepunktstrecke beim ersten Mal eine große Gruppe Windschattenfahrend entgegen. In der zweiten und dritten Runde wurde die Gruppe zwar deutlich kleiner, aber war immer noch zusammen und vor allem der Vorsprung auf mich, bzw. der Rückstand von mir wuchs von ca. 500-600 m in der ersten auf 2.5 – 3 KILOMETER in der dritten Runde!!! Und die Sheriffs sprengten die Gruppe NICHT! Die Lutscherei vom Neusiedler See konnte ungestört über die Bühne gehen!   

Das ist eben Langdistanztriathlon auf Burgenländisch!

Wobei ich mir noch immer nicht ganz sicher bin, ob es nicht ein DUATHLON hätte werden sollen 😉

Eines weiß ich allerdings sicher: Podersdorf wird mich so schnell nicht wieder sehen. Nicht, dass das für sie ein großer Verlust wäre, aber weiterempfehlen kann und werd ich ihn auch nicht.

Nur noch rund 3d und 11h bis Podersdorf …

In 3 Tagen und etwas mehr als 11 Stunden ist es also soweit: Mein letzter Triathlon für das heurige Jahr steht auf dem Programm. Und weil: Wenn schon, denn schon, hab ich mich für die LD in Podersdorf und gegen die ½ Distanz in Saalfelden entschieden. Okay, die Entscheidung fiel relativ leicht, da wir an dem Wochenende, wo die TRI-MOTION in Saalfelden stattfindet, mit der Musik (www.tmk-sonntagberg.at) auf Musikausflug in Kärnten (Brauerei Hirt und Minimundus) sind. Dort wird dann sicher auch hart gekämpft, aber in/mit anderen Dingen 😉

Wie dem auch sei, dass Wetter für Podersdorf schaut aus HEUTIGER Sicht nicht schlecht aus: Um die 30° und sonnig. Jedoch: Lebhafter bis kräftiger Wind. Und das im Burgenland, wo es fast keine Hügel (Berge kann man ja da nicht sagen) gibt und somit der Wind zu einem sehr starken Gegner werden kann. Aber: Mal schauen, was geht. Wird ja eigentlich eh nur ein LAAAAAAAANGER Trainingstag